Enantiodromie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Enantiodromie (griech.: ἐναντιοδρομία = "Gegenlauf") ist die von Heraklit aus Ephesos (etwa 535-475 v. Chr.) entwickelte Vorstellung vom stetigen Gegeneinanderwirken der Kräfte, die allem Lebendigen als Grundgesetz des Seins und des kosmischen Rhythmus' innewohnt.

Heraklit formulierte: "Panta rhei = Alles fließt, wandelt und verwandelt sich in sein Gegenteil.“ Aus warm wird kalt, aus Tag Nacht, aus Sommer Winter, aus Leben Tod. Wir steigen in denselben Fluss und doch nicht in denselben; wir sind es, und wir sind es nicht. Danach sei es auch unmöglich endgültig zu bestimmen, was gut und böse sei. Und jedes Urteil darüber sei lediglich ein Wähnen.

Der Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeut Paul Watzlawick griff diesen Gedanken wieder auf und wies darauf hin, dass ein Zuviel des Guten stets ins Böse umschlage. Zu viel Patriotismus erzeuge Chauvinismus, zu viel Sicherheit Zwang oder zu viel Buttercremetorte Übelkeit.

Nach Clifford A. Pickover ist Enantiodromie darüber hinaus der Prozess, in dem sich ein Glaube in sein Gegenteil verwandelt. Pickover nennt als Beispiel das Damaskuserlebnis des Apostels Paulus von Tarsus.

[Bearbeiten] Siehe auch

Persönliche Werkzeuge


Original-Page: Enantiodromie – Wikipedia
 Web-Blaster V2.21 Close Webblaster Floater
The page now displayed was connected to the database of the Assoziations-Blaster (Deutsche Version) through filtering it with the Web-Blaster.

The whole process takes place in real time and no data from other servers is saved anywhere.

In order to see this page without the filter and loaded from its original server, the Webblaster must be turned off.

Turn Off Webblaster