Max-Planck-Gesellschaft
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| MPG (Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften) |
|
|---|---|
| Zweck: | Grundlagenforschung |
| Vorsitz: |
Peter Gruss (Präsident) |
| Gründungsdatum: | 26. Februar 1948 |
| Sitz: | Berlin, Verwaltung: München |
| Website: | www.mpg.de |
Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. (MPG) ist eine gemeinnützige Forschungsorganisation mit Sitz in Berlin und Verwaltungssitz in München. Sie ist die Trägergesellschaft der 80 Max-Planck-Institute und Forschungseinrichtungen. Die Max-Planck-Gesellschaft widmet sich vorwiegend der natur-, sozial- und geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung und arbeitet in Kooperation mit den Universitäten, bleibt aber unabhängig davon. Sie beschäftigt sich mit Forschungszielen, die aufgrund ihrer Transdisziplinarität oder der hohen notwendigen Ressourcen nicht von anderen Forschungseinrichtungen der Grundlagenforschung durchgeführt werden können. Die Forschungsergebnisse dienen der Allgemeinheit und haben das Ziel, Schwerpunkte exzellenter Forschung in bestimmten Forschungsbereichen in Ergänzung zur Forschung an Hochschulen und anderen Forschungsorganisationen zu bilden. Die Max-Planck-Gesellschaft ist Mitglied in der Allianz der Wissenschaftsorganisationen, einem formlosen Verbund deutscher Forschungsorganisationen.
Sie ist eine in Deutschland führende Forschungsinstitution in der Grundlagenforschung und hat auch weltweit eine führende Reputation. So wurde sie 2006 vom Times Higher Education Supplement ranking von nicht-universitären Forschungsinstitutionen [1] (peer review durch Akademiker) zur weltweit besten nicht-universitären Forschungseinrichtung und zur weltweit drittbesten Institution in der Technologieforschung gekürt (nach AT&T und dem Argonne National Laboratory in den Vereinigten Staaten).
[Bearbeiten] Geschichte
Die Max-Planck-Gesellschaft wurde am 26. Februar 1948 unter der Präsidentschaft von Otto Hahn und der Leitung von Generalsekretär Ernst Telschow als Nachfolgeorganisation der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG) in Göttingen gegründet. Benannt wurde sie nach Max Planck, dem Mitbegründer der Quantentheorie.
Zu dieser neu gegründeten Max-Planck-Gesellschaft gehörten zunächst nur die Institute der zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden britischen und amerikanischen Besatzungszone, der sogenannten Bizone. Erst im November 1949 traten die in der französischen Besatzungszone gelegenen früheren KWG-Institute der Max-Planck-Gesellschaft bei und 1953 auch die ehemaligen Berliner Institute, die zwischenzeitlich zu einer Stiftung „Deutschen Forschungshochschule“ zusammengefasst worden waren.
Zunächst wurde jedes Institut im Rahmen der Kulturhoheit jeweils alleine von dem Land finanziert, in dem es seinen Sitz hatte. Noch vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland kam es am 24. März 1949 zum „Staatsabkommen über die Finanzierung wissenschaftlicher Forschungseinrichtungen“, dem sogenannten Königsteiner Staatsabkommen, in dem die länderübergreifende Finanzierung festgelegt wurde. Später kam eine zunächst ungeregelte Mitfinanzierung des Bundes hinzu. Erst in den 1970er Jahren regelten Bund und Länder in einer Rahmenvereinbarung die gemeinsame Grundfinanzierung.
Zum Zeitpunkt ihrer Gründung, 1948, umfasste die Max-Planck-Gesellschaft bei einem Haushaltsvolumen von etwa sieben Millionen DM (ca. 3,6 Mio. Euro) 25 Institute und Forschungsstellen. 1960 zählte die Max-Planck-Gesellschaft 40 Institute und Forschungseinrichtungen bei insgesamt rund 2.600 Beschäftigten, davon 750 Wissenschaftlern, und hatte einem Jahresetat von knapp 80 Millionen DM (ca. 40,9 Mio. Euro).
Heute werden in 79 Instituten und Forschungseinrichtungen etwa 4.100 Wissenschaftler, über 10.000 Doktoranden, Diplomanden, studentische Hilfskräfte und Gastwissenschaftler sowie mehr als 8.000 Mitarbeiter im kaufmännischen, technischen und administrativen Bereich beschäftigt. Das Jahresbudget beträgt rund 1,3 Milliarden Euro. Das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung und das Max-Planck-Institut für Eisenforschung sind rechtliche selbständig. Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik gehört gleichzeitig der Helmholtz-Gemeinschaft an.
Von den seit 1948 in den Max-Planck-Instituten tätigen Wissenschaftlern wurden bisher 17 für ihre Entdeckungen oder Forschungsarbeiten, die zum Teil in der Zeit ihrer Tätigkeit an den Max-Planck-Instituten liegen, mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Im Jahre 1997 wurde vom damaligen Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, dem Biologen Hubert Markl, mit Zustimmung ihres Verwaltungsrats und ihres Senats die Präsidentenkommission „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“ eingesetzt. Sie stand unter Vorsitz von zwei Historikern, die der Max-Planck-Gesellschaft nicht angehören: Prof. Dr. Reinhard Rürup (Technische Universität Berlin) und Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Schieder (Universität zu Köln).[2] Zwar wurde am 26. Februar 1948 eine - rechtlich gesehen - neue deutsche Wissenschaftsinstitution etabliert. Mit ihren vielfältigen institutionellen und personellen Verbindungslinien steht die Max-Planck-Gesellschaft jedoch in der unmittelbaren Nachfolge der 1911 gegründeten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Deren Vergangenheit und insbesondere deren Beziehungen zum NS-Regime sind Teil der Vergangenheit der Max-Planck-Gesellschaft.
Das Verhältnis der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zum NS-System, das wissenschaftliche, politische und wissenschaftspolitische Handeln ihrer Repräsentanten und Wissenschaftler während der Zeit des Nationalsozialismus sowie die Folgewirkungen dieses Handelns auf die Max-Planck-Gesellschaft sollen so vollständig wie möglich, rückhaltlos und ohne jegliche institutionelle Befangenheit erforscht und publiziert werden. Aus diesem Grund wurden unabhängige Historiker mit dem Vorsitz der Präsidentenkommission und der Lenkung ihrer Arbeiten sowie externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Leitung und Durchführung des Forschungsprogramms betraut. Die Ergebnisse des Forschungsprogramms wurden seit 1999 veröffentlicht. [3]
2003 initiierte die Max-Planck-Gesellschaft die Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen und konzipierte in der Folge eine elektronisches Archiv für Publikationen der Mitarbeiter der MPG, den eDoc-Server (siehe Weblinks), der zurzeit gut 21.000 Volltexte umfasst, wovon 9000 öffentlich zugänglich sind.
[Bearbeiten] Organisation
Als Verein verfügt die Max-Planck-Gesellschaft über Mitglieder; einerseits die Wissenschaftlichen Mitglieder, die in der Regel zugleich Direktoren einer Abteilung an einem Max-Planck-Institut sind, weiterhin die Fördernden Mitglieder, die sich in Persönlich Fördernde Mitglieder und Korporativ Fördernde Mitglieder (Firmen) aufteilen. Zu sogenannten Auswärtigen Wissenschaftlichen Mitgliedern können Wissenschaftler berufen werden, die eng mit einem MPI kooperieren. Die Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft befindet sich in München.
Die Max-Planck-Institute sind je nach Forschungsrichtung in drei Sektionen aufgeteilt:
- Biologisch-Medizinische Sektion,
- Chemisch-Physikalisch-Technische Sektion,
- Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaftliche Sektion.
[Bearbeiten] Finanzierung
Die Max-Planck-Gesellschaft finanziert sich zum größten Teil (2006: ca. 82%) aus Zuschüssen von Bund und Ländern. Bund und Länder teilen sich diese Zuschüsse seit 2000 zu gleichen Teilen, die Höhe der Zuschüsse wird durch die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung[4], seit 2008 durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz festgelegt. Ein weiterer Posten (2006: ca. 13%) kommt aus der Förderung einzelner Projekte durch Bund, Länder und die Europäische Union. Daneben erzielt die Max-Planck-Gesellschaft noch eigene Einnahmen (2006: ca. 5%) aus der Erstellung von Gutachten, der Vergabe von Lizenzen, Mitgliedsbeiträgen und Spenden. 2006 betrug der Gesamthaushalt der Max-Planck-Gesellschaft 1,38 Milliarden Euro.[5]
[Bearbeiten] Präsidenten der MPG
- Otto Hahn (1948 bis 1960)
- Adolf Butenandt (1960 bis 1972)
- Reimar Lüst (1972 bis 1984)
- Heinz Staab (1984 bis 1990)
- Hans F. Zacher (1990 bis 1996)
- Hubert Markl (1996 bis 2002)
- Peter Gruss (seit 2002)
[Bearbeiten] Forschungsmagazin
Die Max-Planck-Gesellschaft gibt seit dem Jahr 1999 ein vierteljährlich erscheinendes, kostenloses Forschungsmagazin mit dem Titel "Max-Planck-Forschung" heraus. Die Auflage betrug im im neuesten Heft 3/2008 55.000 Exemplare. Die englische Ausgabe "Max-Planck-Research" besitzt eine Auflage von 10.000 Exemplaren.
[Bearbeiten] Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft
Die Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft gliedern sich in wissenschaftlich eigenständige Institute, Forschungsstellen und Arbeitsgruppen.
[Bearbeiten] Max-Planck-Institute (MPI)
- MPI für evolutionäre Anthropologie, Leipzig
- MPI für Astronomie, Heidelberg
- MPI für Astrophysik, Garching bei München
- Bibliotheca Hertziana, MPI für Kunstgeschichte, Rom
- MPI für Bildungsforschung, Berlin
- MPI für Biochemie, Martinsried bei München
- MPI für Biogeochemie, Jena
- Max-Planck-Institut für die Biologie des Alterns, Köln, seit 2007
- MPI für Biophysik, Frankfurt am Main
- MPI für molekulare Biomedizin, Münster
- MPI für Chemie (Otto-Hahn-Institut), Mainz
- MPI für bioanorganische Chemie, Mülheim an der Ruhr
- MPI für Chemische Physik fester Stoffe, Dresden
- MPI für biophysikalische Chemie (Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut), Göttingen
- MPI für demografische Forschung, Rostock
- MPI für Dynamik komplexer technischer Systeme, Magdeburg
- MPI für Dynamik und Selbstorganisation, Göttingen
- MPI für Eisenforschung GmbH, Düsseldorf
- MPI für Entwicklungsbiologie, Tübingen
- MPF für Enzymologie der Proteinfaltung, Halle (Saale)
- MPI zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn
- MPI für ethnologische Forschung, Halle (Saale)
- MPI für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main
- MPI für Evolutionsbiologie, Plön
- MPI für Festkörperforschung, Stuttgart
- Friedrich-Miescher-Laboratorium für biologische Arbeitsgruppen in der MPG, Tübingen
- Fritz-Haber-Institut der MPG, Berlin
- MPI für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, München
- MPI für molekulare Genetik, Berlin
- MPI zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Göttingen
- MPI für Gesellschaftsforschung, Köln
- MPI für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), Potsdam und Hannover
- MPI für Herz- und Lungenforschung, (W. G. Kerckhoff-Institut), Bad Nauheim
- MPI für Hirnforschung, Frankfurt am Main
- MPI für Immunbiologie, Freiburg im Breisgau
- MPI für Infektionsbiologie, Berlin
- MPI für Informatik, Saarbrücken
- MPI für Kernphysik, Heidelberg
- MPI für Kohlenforschung (rechtsfähige Stiftung), Mülheim an der Ruhr
- MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam (Golm)
- MPI für biologische Kybernetik, Tübingen
- Kunsthistorisches Institut in Florenz - Max-Planck-Institut , Florenz, Italien
- MPI für Mathematik, Bonn
- MPI für Mathematik in den Naturwissenschaften, Leipzig
- MPI für experimentelle Medizin, Göttingen
- MPI für medizinische Forschung, Heidelberg
- MPI für Metallforschung, Stuttgart
- MPI für Meteorologie, Hamburg
- MPI für marine Mikrobiologie, Bremen
- MPI für terrestrische Mikrobiologie, Marburg
- MPI für Mikrostrukturphysik, Halle (Saale)
- Max-Planck-Arbeitsgruppen für strukturelle Molekularbiologie am DESY, Hamburg
- MPI für Neurobiologie, Martinsried
- MPI für neurologische Forschung, Köln
- MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig und München
- MPI für chemische Ökologie, Jena
- MPI für Ökonomik, Jena
- MPI für Ornithologie, Seewiesen, Andechs und Radolfzell:
- MPI für molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam (Golm)
- MPI für Physik (Werner-Heisenberg-Institut), München
- MPI für Physik komplexer Systeme, Dresden
- MPI für extraterrestrische Physik, Garching bei München
- MPI für molekulare Physiologie, Dortmund
- MPI für Plasmaphysik (IPP), Garching bei München und Greifswald
- MPI für Polymerforschung, Mainz
- MPI für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg
- MPI für Psychiatrie, München
- MPI für Psycholinguistik, Nimwegen
- MPI für Quantenoptik, Garching bei München
- MPI für Radioastronomie, Bonn-Endenich
- MPI für europäische Rechtsgeschichte (MPIER), Frankfurt am Main
- MPI für Softwaresysteme, Kaiserslautern, Saarbrücken
- MPI für Sonnensystemforschung, Katlenburg-Lindau
- MPI für ausländisches und internationales Sozialrecht, München
- MPI für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg im Breisgau
- MPI für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg
- MPI für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
- MPI für molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden
- MPI für Züchtungsforschung, Köln
[Bearbeiten] Max-Planck-Forschungsgruppen (MPFG)
In den letzten Jahren wurde damit begonnen, sogenannte „Max-Planck-Forschungsgruppen“ an mehreren Universitäten einzurichten. Diese befristeten, transdisziplinären Gruppen sollen die Vernetzung der Max-Planck-Institute mit den Universitäten weiter verstärken.
- MPFG „Optik, Information und Photonik“, Universität Erlangen-Nürnberg, 2004, ab Januar 2009 Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts
- MPFG „Stammzellbiologie und Gewebsregeneration“, Universität Ulm
[Bearbeiten] Weitere Einrichtungen
- Archiv der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin
- Die Max Planck Digital Library betreibt ein digitales Archiv mit Veröffentlichung der MPG-Wissenschaftler, den eDoc-Server.
- Die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG, zusammen mit der Universität Göttingen)
- Das Max-Planck-Institut für Physik und das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik betreiben ein gemeinsames Halbleiterlabor in München.
[Bearbeiten] Tochtergesellschaften
Eine Tochtergesellschaft der Max-Planck-Gesellschaft, die Minerva Stiftung GmbH [6], fördert den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Israel.
Für die Patentierung und Verwertung der Forschungsergebnisse ist die Max-Planck-Innovation GmbH [7] zuständig. Pro Jahr werden durchschnittlich 130 Erfindungen bewertet, von denen schließlich 80 bis 100 zu einer Patentanmeldung führen.
[Bearbeiten] Ehemalige Max-Planck-Institute und Einrichtungen
Ehemalige Max-Planck-Institute
- MPI für Aeronomie, Lindau (Eichsfeld), 1958–2004, umbenannt in MPI für Sonnensystemforschung.
- MPI für Arbeitsphysiologie, Dortmund, 1948–1973, umbenannt in MPI für Systemphysiologie 1973–1992, heute MPI für molekulare Physiologie.
- MPI für Biologie, Tübingen, 1949–1999 (Schließung).
- MPI für Bastfaserforschung, Bielefeld, später Verlegung nach Köln-Vogelsang, 1948–1957, aufgelöst.
- MPI für Eiweiß- und Lederforschung, Regensburg und München 1954–1973, ging im MPI für Biochemie auf.
- MPI für Ernährungsphysiologie, Dortmund 1983-1992, mit MPI für Systemphysiologie zusammengelegt zum Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie.
- MPI für vergleichende Erbbiologie und Erbpathologie, Berlin-Dahlem, 1953–1964, umbenannt in MPI für molekulare Genetik.
- MPI zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt, Starnberg, 1970–1980, umbenannt in MPI für Sozialwissenschaften, 1981 geschlossen.
- Max-Planck-Institut für experimentelle Endokrinologie, Hannover, seit 2006 übergegangen in das MPI für biophysikalische Chemie in Göttingen
- MPI für Geschichte, Göttingen, 1956–2007, umgewandelt in MPI zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften.
- MPI für Landarbeit und Landtechnik, Imbshausen und Bad Kreuznach, 1948–1976.
- MPI für Limnologie, Plön, 1966–2007, heute MPI für Evolutionsbiologie.
- MPI für Meeresbiologie, Wilhelmshaven , 1948–1968, danach MPI für Zellbiologie.
- MPI für neuropsychologische Forschung, Leipzig, 1994–2004, nach Fusion mit dem MPI für psychologische Forschung umbenannt in MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften.
- MPI für Pflanzengenetik, Rosenhof bei Ladenburg, 1960–1978, vorübergehende Ausgliederung aus dem MPI für Züchtungsforschung.
- MPI für Physik der Stratosphäre, Weißenau (Ravensburg), 1952–1956, ging MPI für Physik der Stratosphäre und der Ionosphäre auf.
- MPI für Physik der Stratosphäre und der Ionosphäre, Weißenau (Ravensburg), 1956–1958, entstanden aus Zusammenlegung, ging in MPI für Aeronomie auf, heute MPI für Sonnensystemforschung.
- MPI für Physik und Astrophysik, München, 1948–1991, Aufspaltung in MPI für Physik, MPI für Astrophysik und MPI für extraterrestrische Physik.
- MPI für physiologische und klinische Forschung, Bad Nauheim, 1951–2005, heute MPI für Herz- und Lungenforschung.
- MPI für psychologische Forschung, München, 1981–2004, mit dem MPI für neuropsychologische Forschung fusioniert zum MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig.
- MPI für Silikatforschung, Würzburg, 1948–1970, aus der MPG ausgegliedert und als Fraunhofer-Institut für Silicatforschung weitergeführt.
- MPI für Strahlenchemie, Mülheim an der Ruhr, 1981–2003, heute MPI für bioanorganische Chemie.
- MPI für Strömungsforschung, Göttingen, 1948–2004, heute MPI für Dynamik und Selbstorganisation.
- MPI für Tierzucht und Tierernährung, Mariensee (Neustadt am Rübenberge), 1948–1974, heute Institut für Tierzucht der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft.
- MPI für Verhaltensphysiologie, Seewiesen, 1958–1999, geschlossen, Teile umgegründet zum heutigen MPI für Ornithologie.
- MPI für Virusforschung, Tübingen, 1954–1984, heute MPI für Entwicklungsbiologie.
- MPI zur Erforschung von Wirtschaftssystemen, 1993–2005, Jena, umbenannt in MPI für Ökonomik.
- MPI für Zellbiologie, Wilhelmshaven , später Ladenburg, 1968–2003, geschlossen.
- MPI für Zellchemie, München, 1956–1972, ging im MPI für Biochemie auf.
- MPI für Zellphysiologie, Berlin-Dahlem, 1953–1972, geschlossen.
Weitere ehemalige Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft
- Gmelin-Institut für anorganische Chemie und Grenzgebiete der MPG, Clausthal-Zellerfeld, später Frankfurt am Main, 1948–1997, geschlossen.
- Hydrobiologische Anstalt der MPG, Plön, 1948–1966, danach MPI für Limnologie, heute MPI für Evolutionsbiologie.
[Bearbeiten] Impact Factor der Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute
Besonders in den Naturwissenschaften wird die Leistung eines Wissenschaftlers häufig aufgrund des sogenannten Impact Factor bewertet, der angibt, wie häufig die Veröffentlichungen des Wissenschaftlers im Durchschnitt von anderen Wissenschaftlern zitiert werden. In der folgenden Tabelle ist der Impact Factor aller Veröffentlichungen von Wissenschaftlern der Max-Planck-Gesellschaft berechnet. Die Zahlen sind auf eine 10-Jahres-Periode bezogen[8] und wurden von der Firma "Thomson Scientific" erstellt. Die Aussagekraft des Impact Factors ist in der Wissenschaftsgemeinschaft umstritten.
| Fachrichtung | Veröffentlichungen | Zitierungen | Impact Factor / Zitierungen pro Veröffentlichung | Rang der Institution aufgrund des Impact factor |
|---|---|---|---|---|
| Physik | 15.964 | 201.420 | 12,62 | 1 |
| Weltraumwissenschaften | 7.527 | 132.360 | 17,58 | 1 |
| Materialwissenschaften | 3.154 | 33.010 | 10,47 | 2 |
| Biologie und Biochemie | 5.437 | 132.102 | 24,30 | 3 |
| Molekularbiologie und Genetik | 4.385 | 154.371 | 35,20 | 4 |
| Neurowissenschaften und Verhaltenswissenschaften | 3.245 | 89.610 | 27,61 | 5 |
| Mikrobiologie | 1.207 | 25.432 | 21,07 | 6 |
| Geowissenschaften | 2.655 | 45.462 | 17,12 | 7 |
[Bearbeiten] Andere Forschungsorganisationen
- Deutsche Forschungsgemeinschaft
- Centre national de la recherche scientifique
- Ludwig Boltzmann Gesellschaft (die österreichische Gesellschaft für Grundlagenforschung)
- Helmholtz-Gemeinschaft
- Fraunhofer-Gesellschaft
- Leibniz-Gemeinschaft
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ „World University Rankings 06 Who's up? Who's down?“ Times Higher Education Supplement, 22. Juni 2007 (archiviert, Webseite im Juni 2007 eingestellt)
- ↑ Forschungsprogramm: „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“
- ↑ Veröffentlichungen: „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“
- ↑ Jahresbericht 2004. Max-Planck-Gesellschaft, München 19. Juli 2005, S.3 (online ; Stand: 22. März 2007).
- ↑ Max-Planck-Gesellschaft – Finanzen. Max-Planck-Gesellschaft, München 2007 (online ; Stand: 22. März 2007).
- ↑ Minerva Stiftung GmbH
- ↑ Max-Planck-Innovation GmbH
- ↑ Incites - Institutions: Beobachtung verschiedenen 10-Jahres-Perioden in den Jahren 1994-2007
[Bearbeiten] Literatur
- Eckart Henning, Marion Kazemi: Chronik der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 1948-1998. 2 Bände, Berlin: Duncker und Humblot, 1998, ISBN 3-428-09068-3
- Bernhard vom Brocke, Hubert Laitko (Hg.): Die Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft und ihre Institute. Studien zu ihrer Geschichte: Das Harnack-Prinzip. Berlin, New York, Walter de Gruyter, 1996, ISBN 3-11-015483-8
- Rudolf Vierhaus, Bernhard vom Brocke (Hg.): Forschung im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft. Geschichte und Struktur der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft. Stuttgart, DVA, 1990, ISBN 3-421-02744-7
[Bearbeiten] Weblinks
- Homepage der Max-Planck-Gesellschaft und ihrer Institute
- Zahlen und Fakten zur MPG
- Geschichte der MPG (lang)
- Seite über die Organisation der MPG, mit Organigramm
- Homepage des Forschungsmagazins Max-Planck-Forschung, Volltexte
- Satzung der Max-Planck-Gesellschaft
- Übersicht über die Fördernden Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft
- Veröffentlichungen der Kommission "Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft" im NS, enthält Volltexte kleinerer Publikationen
- Der eDoc-Server, das digitale Archiv für wissenschaftliche Veröffentlichungen der MPG
| Datei:Sound-icon.svg | Dieser Artikel ist als Audiodatei verfügbar: |
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| Mehr Informationen zur „Gesprochenen Wikipedia“ |

