New York City
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| New York City | |
|---|---|
| Spitzname: The Big Apple | |
Satellitenbild New York Citys |
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Siegel |
Flagge |
| Lage New York Citys in New York | |
| Basisdaten | |
| Gründung: | 1613 |
| Staat: | Vereinigte Staaten |
| Bundesstaat: | New York |
| County: | Bronx (Bronx) New York (Manhattan) Queens (Queens) Kings (Brooklyn) Richmond (Staten Island) |
| Koordinaten: | 40°43′N, 74°0′W40.712777777778-74.005833333333Koordinaten: 40°43′N, 74°0′W |
| Zeitzone: | Eastern Standard Time (UTC−5) |
| Einwohner: -Metropolregion: |
8.274.527 (Stand: 2007) 18.815.988 (Stand: 2007) |
| Bevölkerungsdichte: | 10.532,7 Einwohner je km² |
| Höhe: | 6m |
| Fläche: | 1.214,4km² davon 785,6km² Land |
| Gliederung: | 5 Stadtbezirke |
| Postleitzahlen: | 10001–10292 |
| Vorwahl: | +1 212, 718, 917, 347, 646 |
| Webpräsenz: | www.nyc.gov |
| Bürgermeister: | Michael Bloomberg (unabhängig) |
Die 5 boroughs von New York: |
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New York [nuːˈjɔːɹk] (offiziell The City of New York) ist eine Weltstadt an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Die Stadt liegt im Bundesstaat New York und ist mit mehr als acht Millionen Einwohnern die größte Stadt der USA. Um sie vom gleichnamigen Bundesstaat zu unterscheiden, wird sie im Englischen New York City oder kurz NYC genannt.
Ihr Gebiet umfasst die fünf Boroughs genannten Stadtbezirke Manhattan, Bronx, Brooklyn, Queens und Staten Island. Diese sind in weitere Stadtteile gegliedert. Die Metropolregion New York mit 18,8Mio. Einwohnern[1] ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsräume und Handelsplätze der Welt, Sitz vieler internationaler Konzerne und Organisationen (so auch der Vereinten Nationen) und wichtiger Hafen an der amerikanischen Ostküste. Die Stadt genießt mit ihrer großen Anzahl an Sehenswürdigkeiten, den 500 Galerien, etwa 200 Museen, mehr als 150 Theatern und mehr als 18.000 Restaurants Weltruf in den Bereichen Kunst und Kultur.
Der Spitzname der Stadt lautet Big Apple.
Geographie
Geographische Lage
New York liegt an der Ostküste der USA in der New York Bay an den Mündungen des Hudson Rivers und des East Rivers in den Atlantik. Die Stadt mit den geographischen Koordinaten 40,42Grad nördlicher Breite und 74,00Grad westlicher Länge liegt durchschnittlich sechs Meter über dem Meeresspiegel, in direkter Nachbarschaft zu Jersey City.
Das Stadtzentrum befindet sich auf der Insel Manhattan, die als spitze Felszunge zwischen Hudson und East River liegt. Von den Flussufern greift die Bebauung der Stadt mit einer Fülle von Vorstädten auf andere Großstädte über und reicht weit ins Land hinein. Die Flüsse trennen das Zentrum New Yorks von den Gemeinden Bronx, Brooklyn, Queens und Staten Island (ursprünglich: Richmond). Das Stadtgebiet hat eine Landfläche von 785,6km² (vgl. Berlin 891,85km²). Die New York Metropolitan Area besitzt eine Ausdehnung von 27.084km² (vgl. das Bundesland Brandenburg 29.478,61km²).
Geologie
Das Gebiet um die Stadt New York ist ein Teil der atlantischen Küstenebene. Weiter ins Land hinein verwandelt sich die Landschaft allmählich in sanfte Hügel. Auf Long Island und entlang der Küste von New Jersey nach Süden befinden sich Sandstrände.
Die Küstenebene, in der New York liegt, reicht als Vorland der südlichen Appalachen bis Jacksonville. Sie besteht aus Sanden und Tonen, die hauptsächlich von Moränen und fluviatilen Ablagerungen stammen. Langgezogene Nehrungen und Haken sind den seichten, reichgegliederten Ästuaren (Delaware Bay) und den Flussmündungen vorgelagert; im Hinterland folgt ein breiter Gezeitenmarschgürtel. Etwa auf der geographischen Breite von New York, in Long Island, taucht die Küstenebene unter den Meeresspiegel ab.
Stadtgliederung
Siehe auch: Verwaltungsgliederung von New York City
Das Stadtgebiet ist in fünf Gemeinden (Boroughs) geteilt, von denen jede einem Kreis (County) des Staates New York entspricht. Jedes Borough untersteht einem Borough President.
Manhattan (New York County) hat 1.564.798Einwohner (Stand 1.Juli 2003) und eine Landfläche von 59,5km². Die Gemeinde besteht hauptsächlich aus der Insel Manhattan Island, die vom Hudson River im Westen, vom East River im Osten und vom Harlem River im Nordosten umflossen wird sowie aus weiteren kleineren Inseln, darunter Roosevelt Island, Belmont Island, Governors Island und einem kleinen Stück vom Festland, Marble Hill. Marble Hill war bis zum Bau des Harlem River Ship Canal im 19.Jahrhundert noch Teil von Manhattan Island.
Brooklyn (Kings County) hat 2.472.523Einwohner und ist damit die bevölkerungsreichste Gemeinde New Yorks. Sie liegt im Südosten der Stadt, am westlichen Ende Long Islands und hat eine Ausdehnung von 182,9km². Die Stadt Brooklyn wurde nach der niederländischen Stadt Breukelen benannt und 1898 nach New York City eingemeindet.
Queens (Queens County) hat 2.225.486Einwohner und ist mit einer Fläche von 282,9km² der größte der fünf Stadtteile von New York. Er liegt im Westen der Insel Long Island. Queens wurde am 1.November 1683 gegründet, als die Kolonie New York in Countys eingeteilt wurde. 1898 wurde der Stadtteil nach New York eingemeindet. Dort liegen auch zwei der größten Flughäfen New Yorks, der John F. Kennedy International Airport und der LaGuardia Airport.
Die Bronx (Bronx County) hat 1.363.198Einwohner und eine Ausdehnung von 108,9km². Die früher eigenständige Stadt ist seit dem 1.Januar 1874 die nördlichste der fünf Gemeinden von New York. Sie wurde nach Jonas Bronck, einem Auswanderer aus dem heutigen Schweden und erstem Siedler in diesem Gebiet, benannt. Darauf geht auch die Tatsache zurück, dass bei diesem Stadtteil von New York City immer der Artikel voransteht, also „The Bronx“. Zur damaligen Zeit wurde nämlich, um einen Besuch auf der Farm von Jonas Bronck anzukündigen, gesagt: „We are going to the Broncks“. Heute wird der Name zwar anders geschrieben, aber das Voranstellen des Artikels wurde beibehalten. Außerdem ist die Bronx der einzige Stadtteil New Yorks, der auf dem Festland liegt.
Staten Island (Richmond County) hat 459.737Einwohner und eine Landfläche von 151,5km². Sie liegt südwestlich der Insel Manhattan und westlich des auf Long Island gelegenen Stadtteils Brooklyn. Mit Brooklyn ist die Insel über die mautpflichtige Verrazano-Narrows-Brücke verbunden. Im Westen und Norden wird die Insel durch den schmalen Arthur Kill und den Kill van Kull vom Bundesstaat New Jersey getrennt. Nach New Jersey führen die Goethals Bridge, die Bayonne Bridge und die Outerbridge Crossing. Der höchste Punkt der Insel, der Todt Hill, ist auch zugleich der höchste Punkt der Stadt New York. Früher wurde der gesamte Stadtmüll nach Staten Island transportiert und gelagert, da es noch keine Verbrennungsanlagen gab. Diese Müllberge wurden später mit Erde zugeschaufelt und Verbrennungsanlagen eingeführt, doch eine Geruchsbelästigung besteht bis heute. Auch die Trümmer des World Trade Centers wurden nach Staten Island gebracht.
Klima
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Das Wetter von New York wird überwiegend von den kontinentalen Landmassen im Westen beeinflusst. Die Sommer sind im allgemeinen tropisch warm und die Winter kalt.
Die Temperatur steigt im Juli und August oft über 30°C, dazu kommt eine hohe Luftfeuchtigkeit mit teils heftigen Niederschlägen, oft auch Gewittern, was das Sommerwetter oft recht unangenehm macht. Im Januar können die Werte auf unter −20°C fallen, wobei es oft sonnig ist. Gelegentlich bringt Meeresluft (the Northeasters – der Nordostwind) Feuchtigkeit vom Atlantischen Ozean sowie starke Winde und heftige Regen- oder Schneefälle.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 12,5°C und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 1.071Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 24,7°C und der kälteste der Januar mit −0,4°C im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juli mit 104Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Januar mit 81Millimeter im Mittel.
Die tiefste je gemessene Temperatur liegt bei −26°C im Januar und die höchste bei 41°C im Juli.
Die Wassertemperaturen an der New Yorker Küste schwanken zwischen durchschnittlich 3°C und 23°C.
Geschichte
17. Jahrhundert
Erste Entdeckungsreisen in das Gebiet des heutigen New York fanden schon 1524 durch Giovanni da Verrazano und 1609 durch Henry Hudson statt. Ab 1610 begannen niederländische Kaufleute einen lukrativen Fellhandel mit den dort lebenden Indianern. Am 27.März 1614 erhielt die neu gegründete Compagnie van Nieuwnederlant (Neuniederland-Kompanie) von den Generalstaaten ein Monopol für den Handel in dem Gebiet.
Im Oktober 1618, zehn Monate nach Ablauf des Handelsmonopols, bewarb sich die Kompanie um eine neue Charter. Zu diesem Zeitpunkt wurde von den Generalstaaten aber bereits die Gründung einer neuen Kompanie, der Niederländischen Westindien-Kompanie (WIC) erwogen. Am 3.Juni 1621 erhielt die WIC von der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande einen Freibrief für den alleinigen Handel in Amerika. Die Kolonisation begann 1624, als sich 30 niederländische Familien auf der Insel Manhattan und in der Gegend des Delaware ansiedelten.
1626 kaufte Peter Minuit den Eingeborenen, wahrscheinlich ein Zweig der Lenni-Lenape-Indianer, die die Insel „Manna-hatta“ nannten, das Eiland für 60Gulden ab. Die neu gegründete Siedlung erhielt den Namen Nieuw Amsterdam und wurde zur Hauptstadt der Kolonie Nieuw Nederland. In der Siedlung herrschten bald chaotische Verhältnisse. Unter der Herrschaft von korrupten Gouverneuren nahm die Kriminalität enorm zu.
1647 entschloss sich die Niederländische Westindien-Kompanie wieder für Ordnung zu sorgen. Diese Aufgabe sollte Petrus Stuyvesant übernehmen. Während seiner 17-jährigen Amtszeit als Gouverneur wurden das erste Krankenhaus, das erste Gefängnis und die erste Schule gebaut. Als Schutz vor Überfällen ließ er 1652 im Norden der Stadt quer über die Insel eine Mauer errichten, die später der dort verlaufenden Straße ihren Namen gebe sollte, der Wall Street. Am 2.Februar 1653 erhielt Nieuw Amsterdam die Stadtrechte.
Im Verlauf des Zweiten Englisch-Niederländischen Seekriegs ergab sich die Stadt am 27.August 1664 kampflos einer von Richard Nicolls geführten Flotte der Royal Navy. Die Engländer benannten die Stadt und die Kolonie Newe York nach deren damaligem Befehlshaber James, Herzog von York, dem Bruder Charles’ II. von England, der später selbst König werden sollte. 1667 gaben die Niederländer alle Ansprüche auf die Kolonie im Frieden von Breda auf, in dem ihnen dafür die Rechte an Suriname zugesichert wurden. Im folgenden Dritten Englisch-Niederländischen Krieg nahmen die Niederländer 1673 die Kolonie kurzzeitig wieder ein, bevor sie das Land endgültig durch die Unterzeichnung des Vertrags von Westminster am 19.Februar 1674 abgeben mussten.
18. Jahrhundert
Im 18.Jahrhundert war New York aktiv an der Unabhängigkeitsbewegung beteiligt. 1776 war sie für kurze Zeit das Hauptquartier George Washingtons, wurde dann aber von den Briten besetzt. Letztere verließen die Stadt erst 1783, nachdem die amerikanische Unabhängigkeit auch von europäischen Staaten einschließlich Großbritannien anerkannt wurde. Im gleichen Jahr zerstörte ein Feuer große Teile New Yorks. 1785 verwüstete eine weitere Brandkatastrophe weitere Bereiche der Stadt.
Von 1788 bis 1790 war New York Hauptstadt der USA. George Washington wurde hier 1789 als erster Präsident vereidigt. In den wirtschaftlich schwierigen Zeiten nach dem Krieg gründeten Wertpapierhändler am 17.Mai 1792 die New York Stock Exchange. 1797 wurde Albany anstelle von New York zur Hauptstadt des Bundesstaates New York bestimmt und ist es bis heute geblieben.
19. Jahrhundert
Anfang des 19.Jahrhunderts wuchs die Stadt schneller als je zuvor. 1811 beschlossen die Stadtplaner, die ganze Insel Manhattan, von der nur die Südspitze bebaut war, mit einem rasterförmigen Straßennetz zu überziehen. Die einzige Ausnahme war und ist bis heute der Broadway.
Ein Wendepunkt in der Geschichte der Stadt war die Fertigstellung des Eriekanals 1825. Durch ihn wurde eine Verbindung zwischen New York, den Großen Seen und damit dem Mittleren Westen geschaffen. Über Nacht wurde die Stadt zum größten Warenumschlagsplatz an der amerikanischen Ostküste.
Gleichzeitig veränderte sich das städtebauliche Bild. Bisher prägten so genannte „brownstone houses“ (meist zwei- bis viergeschossige Häuser aus Backsteinen) das Stadtbild. Mit der Expansion und dem trotzdem knapp werdenden Wohnungsraum führte man große mehrstöckige Apartmenthäuser ein. Diese opulent gestalteten Wohnhäuser, wie man sie noch heute unter anderem in der Upper West Side am Broadway Ecke 70. bis 74.Straße sehen kann, verfügten über luxuriöse Ausstattung, bis hin zu zentralen Dinnerräumen, in denen sich die Bewohner auch zu gesellschaftlichen Anlässen trafen. Um das Vertrauen in den neuen Standort zu stärken, siedelten die Städteplaner bewusst beeindruckende Institutionen in den neuen Stadträumen an, von denen heute viele zu den National Historic Landmarks von New York gehören. Ein Beispiel dafür ist das monumentale Bankgebäude Broadway Ecke 73.Straße oder die Carnegie Hall an der Ecke 57. Straße und 7. Avenue.
Mitte des 19.Jahrhunderts begannen die Planungen für einen großen Stadtpark, den so genannten Central Park. Die Bauarbeiten dafür begannen 1858 und waren 1866 größtenteils abgeschlossen. In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts nahm der Strom der Einwanderer stetig zu. Iren, Italiener, Deutsche, alle kamen in der Hoffnung auf ein besseres Leben, doch die meisten verbrachten viele Jahre in Elendsquartieren (Slums) wie Five Points und der Bowery. Konflikte entluden sich teilweise gewaltsam wie in den Draft Riots, die die Stadt in das größte Chaos ihrer Geschichte stürzten. Durch das starke Wachstum musste die Verwaltung geändert werden.
1898 schlossen sich die fünf Stadtbezirke Manhattan, Brooklyn, Richmond (heute Staten Island), Queens und Bronx zu Greater New York zusammen. Die Bronx gehörte teilweise schon ab 1874 zum Stadtgebiet von New York. Brooklyn war vor dem Zusammenschluss bereits eine der größten Städte des Landes. Bis heute haben sich die einzelnen Stadtteile sowohl in der Verwaltung als auch im Selbstverständnis ihrer Bewohner eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt. So ist beispielsweise Little Italy die Bezeichnung für einen Stadtteil, der in erster Linie von italienisch-stämmigen Amerikanern bewohnt wird.
20. Jahrhundert
In der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem Zentrum der Industrie und des Handels. In den „wilden Zwanzigern“ geriet New York in einen Börsenrausch, der am 24.Oktober 1929, dem Schwarzen Donnerstag, ein jähes Ende fand. Die Wirtschaftskrise traf New York hart und die unfähige, korrupte Stadtregierung von Bürgermeister Jimmy Walker war völlig überfordert und die Stadt überschuldet.
Die Arbeitslosenquote stieg auf über 25%. Die Menschen verloren ihre Arbeit und ihre Wohnungen. Die Wende kam durch die von Bürgermeister Fiorello LaGuardia nach seiner Wahl 1933 aufgelegten Hilfs- und Bauprogramme. Anfang des 20.Jahrhunderts entstanden auch die ersten Wolkenkratzer, zum Beispiel das Woolworth Building, das Empire State Building und das Chrysler Building, die zu Wahrzeichen der Stadt wurden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es nach einer kurzen optimistischen Phase schnell bergab. Die Mittelschicht zog in die Vororte und die Industrie wanderte ab. Wie viele andere US-Städte litt auch New York in den 1960er Jahren unter Rassenunruhen. In den 1970er Jahren nahm die Kriminalität überhand, und 1975 musste die Stadt ihren Bankrott erklären. 1977 kam es zu einem 25-stündigen Stromausfall, wobei es zu Plünderungen und Bränden kam. Dieser Stromausfall machte den heruntergekommenen Zustand der Stadt für alle deutlich sichtbar[1]. Edward I. Koch sanierte während seiner Amtszeit als Bürgermeister (1978–1989) das städtische Budget. Im Wirtschaftsaufschwung der 1980er Jahre nahm die Wall Street wieder eine führende Rolle in der Finanzwelt ein. In den 1990er Jahren erzielte der populäre Bürgermeister Rudolph Giuliani mit der so genannten Nulltoleranzstrategie einigen Erfolg, die Kriminalitätsrate fiel drastisch, auch unter Beteiligung der zivilen Schutzorganisation Guardian Angels. Insgesamt ging die Zahl der Verbrechen zwischen 1990 und 2007 um 77% zurück[2]. Aufgrund der verbesserten Sicherheit und der wirtschaftlichen Erholung wurde es wieder modern, in der Stadt zu leben. Dadurch stieg allein in den 1990er Jahren die Bevölkerung von 7,3Millionen auf 8Millionen.
21. Jahrhundert
Am 11. September 2001 wurde das World Trade Center (WTC) durch Terroranschläge zerstört. An Stelle des WTCs soll eine Gedenkstätte und der Freedom Tower –nach Vorlagen des amerikanisch-polnischen Architekten Daniel Libeskind– gebaut werden. Im Mai 2002 waren die Aufräumarbeiten auf Ground Zero beendet.
Das Zahlungsdefizit der Stadt betrug mehr als sieben Milliarden Dollar. Ende des Jahres 2002 kamen mehr Touristen nach New York als in den Jahren vor den Terroranschlägen.
Ein Stromausfall im Jahre 2003 legte große Teile des amerikanischen Nordens inklusive New York lahm.
Der Parteitag der Republikanischen Partei fand 2004 im Madison Square Garden in New York statt. 2004 fiel auch die Entscheidung für das Memorial –die Gedenkstätte für die Opfer der Terroranschläge im Jahre 2001– am Ground Zero. Den Zuschlag erhielten die Architekten Michael Arad und Max Bond sowie der Landschaftsplaner Peter Walkers mit ihrem Entwurf „Reflecting Absence“ (Die Reflexion der Abwesenheit). Die Gedenkstätte wird aus mehreren Wasserbassins, einem gepflasterten Steinfeld und verschiedenen Baumgruppen bestehen, die das weitergehende Leben nach der Zerstörung des WTCs symbolisieren sollen. Unterirdisch wird ein Museum eingerichtet werden, das an die Opfer und die Zerstörung erinnern soll. An den letzten Gebäuderesten des WTCs vorbei werden die Besucher in das Museum gelangen können.
Einwohnerentwicklung
New York ist mit 8,2Millionen Menschen eine der größten Städte der Welt. Die Einwohnerzahl hat sich seit Anfang des 20.Jahrhunderts verdoppelt. Seit 1825 war die Stadt durch die Lage am Atlantischen Ozean und den Wasserweg des Hudson Rivers ins Inland der Anlaufpunkt für Einwanderer aus der ganzen Welt. Die weitere Entwicklung machte New York zur größten Industriestadt und zur Finanzmetropole.
Die bedeutendsten Institutionen sind hierbei die größte Börse der Welt, die New York Stock Exchange, und zahlreiche Banken, auch aus dem Ausland, durch die sehr viele Arbeitsplätze (überwiegend für Spezialisten) entstanden sind. Andere Arbeitsplätze, vor allem Dienste in Kleinbetrieben, werden meist von Geringverdienern ausgefüllt.
Die Bevölkerung der Stadt teilt sich in verschiedene Schichten auf. Die Oberschicht lebt überwiegend etwas außerhalb der Stadt beziehungsweise im teuren Stadtteil Manhattan. Für sozial schwache Menschen und Familien verwaltet die städtische Wohnungsbaugesellschaft NYCHA insgesamt 178.000 Sozialwohnungen, in denen rund 400.000 Menschen leben[3].
In der Stadt New York leben 8.214.426Einwohner. Die Bevölkerungsdichte beträgt 10.456Einwohner pro km². In der erweiterten Metropolregion leben 21.976.224Menschen (1. Juli 2006) [4]. Die Bevölkerungsdichte der erweiterten Metropolregion New York beträgt 720Einwohner pro km². Im dichtbesiedelten Nordrhein-Westfalen sind es zum Vergleich 530, im Ruhrgebiet 1.200.
Nach Hautfarbe aufgeteilt ergibt sich folgendes Bild (Volkszählung 2000): Weiße (44,66%), Afro-Amerikaner (26,59%), Asiaten (9,83%), Indianer (0,52%), Pazifische Insulaner (0,07%), Menschen anderer Hautfarbe (13,42%) und Mischlinge (4,92%). 26,98% der Bevölkerung sind Lateinamerikaner (Hispanics oder Latinos). 35,9% der Einwohner sind außerhalb der USA geboren (18,9% in Lateinamerika, 8,6% in Asien und 7,0% in Europa). Die größten ethnischen Gruppen in der Stadt sind: Afro-Amerikaner (11,5%), Puertoricaner (9,8%), Italiener (8,7%), Iren (5,3%), Dominikaner (5,1%) und Chinesen (4,5%). New York ist auch die Stadt mit der größten jüdischen Gemeinde in den USA. Schätzungsweise 972.000 (11,8%) Menschen jüdischen Glaubens leben in der Stadt.
Die folgenden Übersichten zeigen die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1775 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 2000 um Volkszählungsergebnisse und 2006 um eine Berechnung.
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| Jahr | Brooklyn | Queens | Manhattan | Bronx | Staten Island |
|---|---|---|---|---|---|
| 1900 | 1.166.582 | 152.999 | 2.050.600 | 200.507 | 67.021 |
| 1910 | 1.634.351 | 284.041 | 2.762.522 | 430.980 | 85.969 |
| 1920 | 2.018.356 | 469.042 | 2.284.103 | 732.016 | 116.531 |
| 1930 | 2.560.401 | 1.079.129 | 1.867.312 | 1.265.258 | 158.346 |
| 1940 | 2.698.285 | 1.297.634 | 1.889.924 | 1.394.711 | 174.441 |
| 1950 | 2.738.175 | 1.550.849 | 1.960.101 | 1.451.277 | 191.555 |
| 1960 | 2.627.319 | 1.809.578 | 1.698.281 | 1.424.815 | 221.991 |
| 1970 | 2.602.012 | 1.987.174 | 1.539.233 | 1.471.701 | 295.443 |
| 1980 | 2.310.028 | 1.891.325 | 1.428.285 | 1.168.972 | 352.029 |
| 1990 | 2.300.664 | 1.951.598 | 1.487.536 | 1.203.789 | 378.977 |
| 2000 | 2.465.326 | 2.229.379 | 1.537.195 | 1.332.650 | 443.728 |
Politik
An der Spitze der Stadtverwaltung von New York steht der Bürgermeister (Mayor), der von der Bevölkerung für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt wird und maximal einmal wiedergewählt werden kann. Er ernennt ihm verantwortliche Commissoners als Leiter der Verwaltungsteile (Beigeordnete für die Departements). Die Stadtverordnetenversammlung (City Council) besteht aus 51 Mitgliedern und wird ebenfalls alle vier Jahre gewählt. New York City hat eigene Zuständigkeiten für Schulen, Strafvollzug, Bibliotheken, Öffentl. Sicherheit, Erholungsangebote, Wasserver- und -entsorgung und öffentl. Wohlfahrt.[5] Die nächsten Kommunalwahlen finden 2009 statt.
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