Nootka-Sund

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Schiffe des Kpt. Meares bei der Ankunft am Nootka-Sund 1788

Der Nootka-Sund (Nootka Sound) ist ein tiefer, in drei Hauptarme verzweigter Meeresfjord an der Westküste von Vancouver Island in der kanadischen Provinz Britisch-Kolumbien.

Die Einfahrt zum Nootka-Sund wurde 1774 von Juan Pérez, einem spanischen Seefahrer, entdeckt. Im März 1778 fuhr auf seiner dritten Weltumseglung der britische Kapitän James Cook als erster Europäer in den Sund ein. Vorbei an Friendly Cove (11 Jahre später berühmt als Schauplatz der Nootka Sound Kontroverse) ankerte er vor der kleinen, mitten im Sund gelegen Bligh Island. Hier machte er Bekanntschaft mit den indigenen Nuu-chah-nulth (Nootka).

Die Nootka riefen ihm zu „itchme nutka, itchme nutka“, was „geh' herum“ (nach Yuquot) bedeutet, allerdings missverstand dies Cook als Name des Volkes. Trotzdem trägt der Sund bis heute diesen Namen.

John Meares, ein britischer Seefahrer, eröffnete in Friendly Cove 1788 einen temporären Handelsplatz. Nachdem sich hier 1789 auch die Spanier niederließen und vier britische Schiffe kaperten, kam es zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen Großbritannien und Spanien, der Nootka-Sound-Kontroverse [1] [2], die 1795 endgültig beigelegt war. Seitdem ist der Nootka-Sund sich selbst überlassen geblieben. Er ist, wie fast die gesamte Westküste von Vancouver Island, bekannt durch seine reiche Meerestierwelt und die noch in manchen Teilen erhaltene unberührte Natur.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. ↑ The Department of National Defence: Canadian Military Heritage. The Evacuation of Nootka (Engl.)
  2. ↑ City of Nanaimo (2004). Historical Timeline of Nanaimo (PDF) (Engl.)

Koordinaten: 49° 46' 13" N, 126° 27' 37" W

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Original-Page: Nootka-Sund – Wikipedia
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